Dienstag, 2. Juni 2015

Das perfekte Buch für meine Küche und diesen Blog! Schließlich ist es doch mein großer Wunsch und mein stetes Bestreben so viel wie möglich selbst herzustellen. Gutes Essen – Lebensmittel selber machen* von der Stiftung Warentest schlägt genau in diese Kerbe.

Bettina Snowdon und Martina Lagoda geben nicht nur eine vielzahl an Rezepten an die Hand. Das Buch weist auch viel Inhalt in Form von Grundkenntnissen auf. So erfährt man mehr über die Herstellung von Grundnahrungsmitteln wie Joghurt, Käse und Wurst und worauf penibelst zu achten ist bei der Herstellung (Hygiene!) und was zu Hause möglich ist und was eher nicht.

Dabei lassen sie sich aber nicht von Kleinigkeiten wie z.B. dem Räuchern abhalten. Ich habe nun (leider) keinen Räucherofen zu Hause, trotzdem kann man vieles aus diesem Buch lernen und nachkochen.

Zuerst beginnt jedes Kapitel mit einer ausführlichen Rezepteinführung für die Basis der Produkte des Kapitels, z.B. Sauermilchprodukte, Molkenerzeugnisse oder Joghurt. Danach folgen dann „Spezial“rezepte wie Dickmilch, Sahnejoghurt oder Ricotta in kürzerer Form. Die Rezepte erläutern genau die wichtigen Punkte für das Lebensmittel. Glücklicherweise wird hier auf Qualität anstatt auf Textquantität gesetzt. Nichts nervt mehr als sinnloses bla bla in Kochbüchern. Kurz und prägnant muss es sein!

Gutes Essen - Lebensmittel selber machen von Stiftung Warentest

Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt und hält sich nicht mit Sinnlosigkeiten und Basics wie z.B. dem Marmelade einkochen auf. Endlich! Das Buch unterteilt sich in Getreide (Brot, Teigwaren, Seitan), Milch (Sauermilchprodukte, Käse), Soja, Wurst, Fisch und Essig.

Meine Leidenschaft für das Käsen ist sofort wieder entflammt, als ich das Buch durchblätterte. Bereits vor einigen Jahren wollte ich mich dem Thema zuwenden, es fehlte mir aber die passende Literatur. Also bestelle ich bei der Apotheke Lab und krame meine Käseform wieder heraus. Zuerst versuche ich mich aber an allerlei Zubereitungen ohne Lab.

Ich mache Paneer, Dickmilch und nehme einen Fehlschlag beim Ricotta hin. Paneer und Dickmilch begeistern sofort und die Dickmilch weckt Kindheitserinnerungen.

Außerdem bestelle ich Nigari und kaufe Sojabohnen um Tofu selbstzumachen. Der erste Versuch wird nicht ganz wie erwartet, was daran liegt, dass ich die Mengenangaben für das Nigari nicht weiß und einfach drauflos koche. Die Sojamilch gerinnt zu schnell. Für das nächste Mal habe ich aber inzwischen die Mengenangaben herausgefunden und freue mich auf den nächsten Versuch. 

Als nächstes möchte ich mich an einem Weichkäse versuchen. Da dies aber noch eine Weile dauert bis dieser fertig ist (wegen der Reifung), gebe ich die Rezension heute schon frei ;). Das Buch ist nämlich ein Knaller! Dafür werde ich Euch demnächst mit dem Rezept für den Paneer versorgen!

Ich freue mich schon auf viele weitere Experimente und vor allem auf das Wursten. Ich habe mir schon mal einen Räucherofen herausgesucht, denke aber das bleibt vorerst ein kleiner Traum ;).

Lasst Euch nicht vom Titelbild abschrecken, das etwas altbacken aussieht. Die Bilder im Buch sind zeitgemäß und schlicht.

Alle die gerne mehr Produkte selber herstellen wollen, weil es Spaß macht, weil man weiß was im Produkt ist oder weil man einfach keinen Zugang zu manchen Produkten in der Region hat, dem empfehle ich ganz dicke dieses tolle Buch!

Bettina Snowdon und Martin Lagoda haben mit Gutes Essen – Lebensmittel selber machen* ein Juwel der Selbermacher geschrieben, das mich durchweg begeistert! Ich vergebe 5 von 5 Punkten!

 

*Werbung, Affiliatelink (sprich, wenn ihr über diesen Link etwas bei Amazon kauft verdiene ich dabei wieder eine kleine Provision, die ich in den Erhalt des Blogs stecke)

                        

3 Responses so far.

  1. Sabine sagt:

    Danke für die Rezension – um das Buch schleiche ich auch schon länger herum. Es gibt übrigens noch ein zweites Buch von den beiden, das sich ausführlich mit dem Haltbarmachen von Obst und Gemüse beschäftigt – inklusive Marmeladenkochen. 😉 Heißt „Sehr gut haltbar machen“. Auch da schleiche ich noch …

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