Freitag, 30. Januar 2015

2014 war das Jahr der Kochbücher, jedenfalls bei mir. Noch nie habe ich so viele neue Kochbücher gekauft oder bekommen wie letztes Jahr! Als ich den Stapel fotografiert habe war es schon etwas erschreckend. Und man stellt sich unweigerlich die Frage: brauche ich diese Kochbücher alle? 

Beim Schreiben dieser Worte fällt mir außerdem auf, dass ich tatsächlich das ein oder andere Buch auf dem Foto vergessen habe… uuups! So weit weg sind manche Exemplare wieder für mich, dass ich denke ich habe sie schon länger als 1 Jahr!

Sicherlich braucht man nicht jedes dieser Bücher und da ist es doch eine tolle Sache, wenn ich euch meine Meinung dazu mitteilen kann, oder? Dann könnt ihr entscheiden, ob ihr das Buch haben müsst oder eher nicht. Andererseits gab es wirklich sehr viele tolle Kochbücher letztes Jahr. Die besten davon habe ich Euch ja bereits in meinen Kochbuchempfehlungen im Dezember gezeigt. Deswegen müssen sich aber einige andere Bücher nicht dahinter verstecken. Also los geht es!

Der Kochbuchrückblick 2014

 

Mister Todiwalas Bombay – Cyrus Todiwala, Knesebeck Verlag

Das Buch habe ich erst seit Dezember. Ich habe mich in der Buchhandlung verliebt und hatte das Glück, dass ich es günstig gebraucht gefunden habe. Es ist nämlich ganz ganz toll! Ok, ich gebe zu, dass ich noch nicht daraus gekocht habe, bis auf die Chapatis (die ich gut fand, auch wenn sie nicht authentisch indisch sind, wie ich aus verlässlicher Quelle erfahren habe 😉 ). Aber die Rezepte klingen ganz wundervoll und zutatenmäßig wirklich machbar. Ich werde in nächster Zeit jedenfalls vermehrt aus diesem Buch kochen und vielleicht landet es dann in meinen Kochbuchempfehlungen 2015 ;). Wer indische Küche und schöne Kochbücher mag wird mit diesem Buch sicherlich glücklich!

Nach dem ersten Eindruck: 5 von 5 Sternen.

 

Meine französische Küche – Rachel Khoo, Dorling Kindersley

Nachdem ich das Buch bereits in den Kochbuchempfehlungen 2014 gelobt habe und diese Schokotarte daraus gebloggt habe, finde ich es natürlich immer noch toll ;)! Ich hab das gefüllte Hähnchen auf Kohlrabisalat gekocht, das nicht perfekt war, aber interessante Elemente hatte, die ich mir merken werde. Es ist für mich ein Sommer-Kochbuch, daher habe ich bisher auch kaum daraus gekocht. Das wird sich in den warmen Monaten aber sicherlich ändern, ich freue mich schon darauf und bin etwas enttäuscht, dass es hier keine Möglichkeit gibt guten Fisch und Meeresfrüchte zu kaufen. 

5 von 5 Punkten

 

Rock the kitchen! – Sylvia Reiter*, Edition Styria

Ein Bloggerkochbuch von einer meiner Lieblingsbloggerinnen des gleichnamigen Blogs: Rock the kitchen! 

Ein Buch das mich zwiegespalten hinterlässt. Sylvia hat definitiv ganz tolle kreative Ideen! Zum Beispiel „Rote-Bete-Ravioli mit Meerettich-Mohnbutter“, „Kürbis-Cakepops“ oder „Rote-Linsen-Spinat-Tarte“. Neben ausgefalleneren Kombinationen findet man aber auch Klassiker in diesem Buch wie „Vitello Tonnato“. Es gibt die Kategorien Breakfast, Lunch, Teatime, Dinner und Everytime, warum diese Einteilung der Gerichte so erfolgt ist mir nicht immer schlüssig. Ich habe das Gefühl das Buch soll es jedem Recht machen: anspruchslos, anspruchsvoll, Vegetarier, Fleischesser, Fischesser, glutenfrei, lactosefrei. Irgendwie ist mir das zu viel. Ich weiß nicht zu welchem Anlass ich das Buch zur Hand nehmen soll. Und das ist echt schade. Denn die Rezepte sind toll! Ich habe die Rosenkohl-Hackfleisch-Tarte gebacken, die ganz hervorragend war und die (glutenfreie) Schwedische Mandeltorte, die ebenfalls sehr lecker ist! 

Womit ich auch nicht klarkomme ist das Format. Es ist schmal und hoch und lässt sich damit nur schwer blättern, teilweise schwer offenhalten und ist für die ganzseitigen Bilder leider auch nicht immer von Vorteil. Das ist sehr schade, denn wer Sylvias Blog kennt weiß, dass ihre Bilder ganz famos sind! 

Ein paar persönliche Anmerkungen zu den Rezepten hätte ich schön gefunden, gerade bei einer Foodbloggerin lege ich Wert auf dieses Persönliche. Mich interessiert es wie man auf diese Geschmackskombination kommt oder warum gerade dieses Rezept im Buch ist. 

Natürlich sind viele meiner Kritikpunkte dem Verlag geschuldet. Wer ein Buch mit verlässlichen Rezepten sucht und der Stil von Rock the kitchen gefällt, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen.

4 von 5 Sternen.

 

Whole-Grain Mornings – Megan Gordon, Ten Speed Press

Auch bereits in den Kochbuchempfehlungen 2014 empfohlen. Und dabei bleibt es :)!

Daraus gemacht habe ich diesen Hafenflockenporridge mit Möhren, Orange und Kokos. Außerdem die geräucherte Lachstarte mit Crème fraîche im Mais-Hirseteig, diese war ganz gut, aber der Teig war leider sehr bröselig. Dann habe ich noch einen gebacken Haferflockenporridge mit Bananen und Pekannüssen gemacht. Da ich sowas früher schon gemacht hatte, wusste ich dass ich es mag und so war es auch :). Definitiv wird aus diesem Buch weiter gekocht werden!

 

Seelenwärmer: Kochrezepte und Wohlfühl-Tipps für kalte Tage – Karin Hertzer und Peppi Kalteis, vgs

Das Buch habe ich von Karin auf dem Foodbloggercamp in Berlin bekommen. Seither schaut es mich ein wenig vorwurfsvoll vom Regal aus, weil ich erst ein Gericht daraus gekocht habe. Das hat zwei Gründe: erstens bin ich ein bildlicher Mensch und das Buch ist zwar illustriert, aber mit Zeichnungen. Die sind schön, aber man braucht eben mehr Fantasie. Zweitens: Ich koche viel vegetarisch und das Buch enthält eben viele nicht-vegetarische Gerichte, die mich aber durchaus ansprechen! 

Das Buch heißt übrigens Seelenwärmer, weil es durchweg Rezepte enthält, die einheizen sollen, sprich sie sollen wärmen. Das Buch richtet sich also an Frostbeulen, was mir prinzipiell entgegenkommt ;). Karin Hertzer beruft sich dabei auf die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). 

Das Buch ist schön illustriert und in warmen Farben gehalten. Es enthält die Kapitel: Scharfes, Mit Ingwer, Vegetarisches, Würziges, Langsam Geschmortes, Süßes, Flüssiges und Basics. Ich habe die pikante Nudelpfanne mit Fenchel und Tunfisch gekocht. Ich war überrascht, dass die Kombination so gut zusammenpasst. Es war aber keine Flüssigkeit vorhanden, deshalb habe ich selbst noch welche hinzugfügt. Ich mag keine trockene Pasta. Mein Ziel ist es noch so einiges aus diesem Buch nachzukochen, denn ich friere schon beim Tippen dieser Zeilen und „geröstete Maistortilla mit Aijvar und gegrilltem Ziegenkäse“ oder „Hirschbraten mit Kirschsauce und Maronen“ und „Zitronengras-Kokos-Crème-brulée mit Pfirsich-Chili-Chutney“ klingen schon ziemlich lecker! 

Wenn ihr also Frostbeulen seid und einfache Rezepte sucht, die aber trotzdem etwas ausgefallener sind, empfehle ich euch dieses Buch!

4 von 5 Sternen.

 

Berlin: Das Sommer-Kochbuch: Die Stadt kocht – Cathrin Brandes und Florian Bolk, Neuer Umschau Verlag*

Kein klassisches Kochbuch. Eher ein Gastronomie-Erlebnis-Buch gespickt mit Sterneküche. Querbeet werden hier Berliner Gastronomien vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem bekommt man überall eins: gutes Essen. Verschiedene Köche haben dann noch ihre Rezepte beigesteuert. Diese sind aber nicht für jedermann gedacht, da sie sich größtenteils schon auf Sterneniveau befinden. Das ist etwas schade für alle daheim gebliebenen. Ich hätte mir etwas weniger Sterneküche gewünscht. Schön ist aber auch, dass es den Fokus auf die Menschen legt, die das Essen zubereiten. Wer Berlin kulinarisch entdecken möchte, keinen Plan hat und sich auch keinen Kopf machen möchte, der ist mit diesem Buch gut bedient. 

4 von 5 Sternen.

 

Wilde Beeren – Luzia Ellert & Gaby Halper, Collection Rolf Heyne

So ein schönes Buch! Ein Buch das schreit: Natur, Freiheit, Sommer, Beeren!

Hach! So vieles möchte ich daraus machen, so wenig habe ich gemacht. Ein eigener Garten wäre hier von Vorteil, irgendwie war das mit den Beeren dieses Jahr nicht so einfach. Im Glas ist die Waldmeisterbowle mit Erdbeeren gelandet. War die gut!

Ein Buch für alle Jahreszeiten, obwohl der Sommer natürlich am schönsten ist! Die Rezepte umfassen nicht nur Beeren, sondern auch Blüten oder Blätter. Das Buch enthält wirklich besondere, schöne Rezepte. Es ist gespickt mit schönen Geschichten und tollen Fotos in einem speziellen Stil. Schaut es euch vorher an, ob es euch anmacht, ich mag es sehr!

5 von 5 Sternen!

 

Waffeln – Tara Duggan*, Hädecke Verlag

Oh, ein Waffelbuch, das habe ich mich gefreut, als ich das gesehen habe! Leider wurde ich nur enttäuscht. Keines der Rezepte war gut. Alle Teige waren viel zu flüssig, so dass der Teig immer an der Seite aus dem Waffelautomaten herausfloss, egal was ich machte. Da dann immer zu wenig Teig im Waffelautomaten war, kam dieser auch nie an die Decke und somit bräunten die Waffeln oben nicht oder wurden teilweise gar nicht richtig durch, weil die direkte Hitze von oben fehlte. Alle Waffeln waren weich und leider überhaupt nicht knusprig. Ich war jedes mal sehr enttäuscht. Geschmacklich waren sie auch kein Hit, ob da jetzt Zitrone (Zitronen-Ricotta-Waffeln), Mohn (Zitronen-Mohn-Waffeln), Honig (Joghurt-Waffeln) oder Gewürze (Gewürzwaffeln) drin waren. Auch die herzhaften Buchweizenwaffeln waren nur mäßig im Geschmack.

Gestört haben mich diese typischen amerikanischen Angaben, die man für den deutschen Markt besser anpassen sollte. Wer bekommt denn hier Backspray (und selbst wenn würde ich das aufgrund fragwürdiger Inhaltsstoffe lieber vermeiden), ist Vanilleextrakt schon im Supermarkt angekommen? Ich verstehe auch diesen immensen Gebrauch von Backpulver und Natron nicht (2 + 1 TL pro Rezept). Bei einigen Rezepten wird auf andere Grundwaffelteige im hinteren Teil des Buches verwiesen und nur die zusätzlichen Zutaten aufgelistet. Da habe ich schon keine Lust mehr, denn ich möchte nicht ständig hin und her blättern.

Die Ideen sind wirklich toll in diesem Buch, das war es dann aber auch schon! Ich frage mich, ob diese Rezepte wirklich mal getestet wurden, ich kann das Buch überhaupt nicht empfehlen. So bleibe ich bei meinem 20 Jahre alten GU Waffelbuch von Mama. 

1 von 5 Sternen (den einen gibt es für die tollen Ideen). 

 

Gut Brot will Weile haben – Günther Weber*, Hädecke Verlag

Das Buch hatte ich mir schon länger gewünscht, schließlich war ich ja bereits im Herbst 2013 bei Günther Weber auf der Alb und habe sein wunderbares Brot und seine Streuseltaler gegessen. Mmmh, lecker war das! Das Buch ist mehr ein Schmökerbuch, weist aber auch sichere Rezepte für Brot, Kuchen und Backwaren auf. Ich habe die Streuseltaler daraus gemacht und sie sind fast so gut wie bei Günther Weber selbst. Allein dafür muss man das Buch haben! Schön wäre es noch, wenn die Rezepte auf haushaltsübliche Mengen ausgelegt wären, so muss man selbst rumrechnen. Ein gutes solides Brotbuch von einem tollen Bäcker! Wer gerne Brot bäckt und Handwerksbäcker noch schätzt, dem ist dieses Buch ans Herz zu legen!

4,5 von 5 Sternen. 

 

Käsekuchen – Hannah Miles*, Thorbecke

Ein Buch nur über Käsekuchen, das klingt wirklich toll! Nur kein Buch für jeden Tag. Jedenfalls kann ich nicht jeden Tag Kuchen essen, auch nicht Käsekuchen. Ein wirklich schwieriges Testobjekt ;).

Etwas ungewöhnlich finde ich, dass viele der Käsekuchen nicht gebacken werden, sondern einfach durch Kühlung fest werden sollen oder mit Hilfe von Gelatine. Nicht so mein Fall. Obwohl die Zuckermengen recht niedrig gehalten sind, wird das beim Fett wieder gut gemacht. Gerade bei den gekühlten Kuchen wird viel mit Mascarpone gearbeitet. Muss sowas sein? Ich denke nicht! Das macht die Kuchen nur unnötig schwer und obwohl schon kleine Formen verwendet werden, schafft man dann trotzdem nur ein winziges Stück! So sind die Käsekuchen auch für einen kleinen Haushalt kaum zu schaffen! Ich habe den Banana Foster Cheesecake ausprobiert, der okay war, nicht mehr oder weniger. Das Originalrezept punktet u.a. mit Crème double, Mascarpone und Frischkäse, neben der Gelatine. Heftig!

Das Buch enthält tolle Idee was man mit Käsekuchen alles machen kann. Als Inspiration wird es mir in Zukunft sicherlich noch dienen, allerdings werde ich die Ideen auf altbewährte Käsekuchenrezepte umwandeln, wie z.B. für den Dulce de Leche Cheesecake

2,5 von 5 Sternen.

 

Feines Naschwerk – Annie Rigg, Edition Michael Fischer

Tolles Buch für selbstgemachte Süßigkeiten! In den Kochbuchempfehlungen 2014 nicht ohne Grund!

5 von 5 Punkten.

Der Kochbuchrückblick 2014

 

 The Banh Mi Handbook – Andrea Nguyen, Ten Speed Press

Auch dieses Buch hat mich so begeistert, dass ich es in den Kochbuchempfehlungen 2014 empfohlen habe. Bald werde ich sicherlich wieder Banh Mi nach einer der vielen Variationen aus diesem Buch machen!

5 von 5 Punkten.

 

Weihnachten mit Fräulein Klein – Yvonne Klein, Callwey

Ein tolles Buch für die Vorweihnachtszeit! Es ist nicht nur ein Backbuch, sondern auch ein DIY-Dekobuch. Es gibt die Kategorien Adventsdekoration, Nikolaus, Punch und Co, Basteln mit Kindern, Geschenke aus der Küche, Plätzchen, Weihnachtsbäckerei, Christbaumdeko und Geschenke, Weihnachtstisch, Hot-Chocolate-Party und Silvester. Also alles für den Dezember. Wer Fräulein Kleins Blog kennt, kennt bereits den Stil und dass das Buch sehr süß ist. Die Ideen darin sind toll und der Birnen- und Chai-Orangenpunsch köstlich!

Aber! Die Rezepte funktionieren nicht immer so gut wie sie nachher im Buch aussehen. Gerade für die Torten sollte mehr Ruhe- und Kühlzeit für die Cremes einberechnet werden, sonst rutscht alles davon. Der Spekulatius-Streuselkuchen mit Äpfeln war einfach nicht so toll wie es klingt. Der Teig zu weich, besser wäre ein Mürbteig gewesen und auch sonst fehlte hier was.

Als Inspiration wirklich ein tolles Buch das ich gerne zur Hand nehme. Es braucht aber Erfahrung im Backen um zu erkennen was vielleicht nicht so funktionieren kann wie es im Rezept steht und was vielleicht fehlt oder besser wäre. Von mir gibt es deshalb 3,5 von 5 Sternen. 

 

Salad Samurai – Terry Hope Romero, Da Capo Press

Vegane Salate! Wär hätte gedacht, das so etwas bei mir einziehen wird! Tatsächlich berührt mich das mit dem vegan gar nicht. Ffinde es schon etwas nervig wie versucht wird dieses geräucherte Aroma von z.B. Bacon nachzuahmen („vegan bacon bits“? örgs. Oder selbstgemachte Kokos-Baconstücken mit Hilfe von u.a. flüssigem Rauch. Ja, nee is klar.). Anscheinend ist der Markt (in Amerika) für ein reines veganes Kochbuch für Salate da. Ich hätte es angenehmer gefunden, wenn es zwar vegan wäre, aber vegetarische und Allesesser-Alternativen gegeben gewesen wären. Aber hey, ich hab es mir ja so ausgesucht ;). 

Warum hab ich es mir eigentlich ausgesucht (mal abgesehen davon, dass ich irgendwo eine Rezension gelesen habe)? Dieses Buch beinhaltet viele Salatrezepte nach Jahreszeiten sortiert, die wirklich satt machen. Also mit Bohnen, Linsen, Getreide, Pasta, Reis und Kartoffeln. Dazwischen viele tolle Aromen durch Gemüse, Nüsse, Kräuter und ein wenig Grünzeug. Und solche Salate finde ich toll! Die Ideen sind richtig gut in diesem Buch. 

Nicht so toll ist, dass die Zutatenlisten eher lang sind und unübersichtlich (und dazu noch auf englisch). Dressings sind wieder in einem extra Kapitel, was ich nervig finde. Manchmal mache ich aber einfach mein eigenes Dressing, da mir die veganen Alternativen auch zu blöd oder zu umständlich sind. Außerdem braucht man eben relativ viele Zutaten für einen Salat, dafür hat man dann aber auch viele verschiedene Aromen und Texturen, die überzeugen!

Überzeugt haben bisher Coconut Samosa Potato Salad und Tempeh Taco Salad Bowl

Auf der To-Cook-Liste stehen u. a. noch so tolle Gerichte wie Asparagus Pad Thai Salad, Lentil Paté Banh Mi Salad Rolls, East-West Roasted Corn Salad, Smokehouse Chickpeas ’n‘ Greens Salad

Kein Buch mit Rezepten für jeden Tag, denn es braucht Vorbereitung die ganzen Zutaten zu Hause zu haben und wenn das Gericht mit Tofu ist muss man diesen meistens vorher noch marinieren (oder etwas anderes verwenden). Man sollte das Selbstbewusstsein haben Zutaten auch mal zu ersetzen, denn es wird schwierig sein immer alles im Haus zu haben was das Rezept auflistet. Wer das englische nicht scheut und auf opulente sättigende Salate steht dem kann ich dieses Buch empfehlen! 

3 von 5 Sternen (Abzug für die umständlichen und langen Zutatenlisten und das getrennte Auflisten von Extras und Dressings).

 

Kochen mit Brotresten – Helene Brandstätter*, Stocker Verlag

Dieses Buch habe ich nicht erst seit letztem Jahr, sondern schon seit vorletztem Jahr. Habe aber erst letztes Jahr daraus gekocht. 

Das Buch enthält sehr viele Rezepte wie man altes Brot, Brötchen oder diverses altes Gebäck wiederverwerten kann. Ich finde das eine ganz tolle Sache, denn wer hat denn nicht irgendwann altes Brot rumliegen? Und soviel Semmelmehl verwende ich gar nicht, dass ich das alles dafür kleinschreddere. Es finden sich Suppen, Salate, Snacks, warme Imbisse und Vorspeisen, pikante Hauptspeisen, Beilagen und Knödel sowie Süßes in diesem Buch. Eine ganze Menge also! 

Manche Sachen finde ich etwas überflüssig, ist für einige aber eventuell nicht selbstverständlich, dass man „etwas“ altes Brot für Crostinis oder in Fleischküchle verwenden kann. Super sind dagegen Rezepte in denen man richtig viel altes Brot verwenden kann und man nicht noch zusätzlich viele Zutaten benötigt. Hier sind die Brotküchle der Knaller (Rezept ist für den Blog geplant!) und z.B. diverse Brotaufläufe.

Ein dünnes preiswertes Büchlein das voll mit interessanten Rezepten ist und Lebensmittelverschwendung vorbeugt!

4 von 5 Sternen. Abzug gibt es für die „offensichtlichen“ Rezepte und die etwas einfach gehalten Foodfotografie. Dieses Buch ist einzigartig in seiner Art und Thema, das finde ich schon erwähnenswert!

 

Preserving by the Pint – Marisa McClellan,

Der Nachfolger von Food in Jars überzeugt wieder mit klarer ansprechender Gliederung und interessanten Rezepten. Mir gefällt der erste Teil besser, aber das liegt sicherlich daran, dass die Art des Buches etwas ganz neues war. Trotzdem habe ich mich wieder über viele interessante Rezepte in preserving by the pint gefreut. Marisa macht jegliches Obst und Gemüse ein das sie in die Finger bekommt, die Mengen sind dabei für kleine Haushalte reduziert. Man macht also nicht gleich 12 Gläser ein und muss dann die nächsten 3 Jahren die gleichen Bohnen essen ;). Abwechslung durch verschiedenes Einmachgut in kleinen Mengen!

Übrigens sind die Rezepte aus beiden Büchern bisher immer gelungen und ich habe schon ganz tolle Sachen daraus nachgekocht!

4,5 von 5 Sternen.

 

The French Market Cookbook: Vegetarian Recipes from My Parisian Kitchen – Clotilde Dusoulier, Clarkson Potter

Irgendwie bin ich mit dem Buch noch nicht so richtig warm geworden. Die Rezepte sind in meinen Augen nicht so attraktiv und die Bilder sprechen mich auch nicht so an. Es ist nett. Und vegetarisch. Hm. Ich würde es wahrscheinlich nicht weiter empfehlen. Wer ein vegetarisches französisches Kochbuch sucht dem würde ich Meine Sonnenküche von Virginie Besançon empfehlen. Das hat wundervolle Bilder und auch die Rezepte finde ich attraktiver, wenn auch in den Zügen ähnlich wie bei Clotilde Dusoulier.

3 von 5 Sternen. 

 

Pizza. 100 geniale Pizzarezepte von einfach und klassisch bis modern und trendig – Pete Evans, Collection Rolf Heyne

Aus diesem Buch habe ich bisher nichts nachgekocht. Aber Anregungen für Pizzabeläge habe ich mir bereits geholt und auch angewendet! Es sind interessante Ideen drin, andere finde ich dagegen völlig überdreht. Denn ich möchte definitv keine Pizza mit Frühstücksbelag zum Frühstück! Grusel. Natürlich kann man bei Pizza das Rad nicht mehr neuerfinden und die Waage zu finden zwischen altbekannt und zu experimentell ist sicherlich nicht einfach, aber so ganz überzeugen tut mich das Buch einfach nicht. Es ist nett. Ich habe das Buch reduziert gekauft und dafür ist es vollkommen in Ordnung. Den vollen Preis würde ich hier aber nicht zahlen.

3 von 5 Sternen.

 

Pasta. Von einfach bis extravagant – Nino Zoccali, Collection Rolf Heyne

Das Pastabuch fällt in etwa in die Kategorie des Pizzabuchs, jedenfalls vom Aussehen und vom Preis. Inhaltlich kommt mir das Pastabuch mehr entgegen, obwohl ich es seltener zur Hand nehme. Das liegt einfach daran, dass ich das Pastabuch wollte für selbstgemachte und gefüllte Pasta. Die mache ich wesentlich seltener als Pizza und bin deshalb nicht so häufig auf Ideengebung angewiesen. Das Pastabuch überzeugt inhaltlich. Trotzdem ist der reguläre Preis mächtig. Auch dieses Exemplar habe ich reduziert ergattert und dafür, dass ich es so selten zur Hand nehme war es ein guter Deal!

4 von 5 Sternen.

Der Kochbuchrückblick 2014

 

Wald- und Wiesen-Kochbuch – Diane Dittmer *, Gräfe und Unzer

Auch dieses Buch hat bereits eine Kaufempfehlung in den Kochbuchempfehlungen 2014 bekommen. Ein wunderschönes Buch mit tollen Rezepten, die wilde Produkte enthalten. Wer sich mehr in diese Richtung entwickeln möchte, dem kann ich dieses Buch aus ganzem Herzen empfehlen! Ich selbst möchte 2015 vermehrt wild sammeln. Lasst Euch überraschen!

4,5 von 5 Sternen.

 

Ein Fest im Grünen – Erin Gleeson*, Knesebeck Verlag

Dieses Buch hat bereits eine Kaufempfehlung in den Kochbuchempfehlungen 2014 bekommen. Außerdem habe ich davor bereits eine ausführliche Rezension darüber geschrieben.

Das Buch vereint ein wunderschönes Layout aus Wassermalfarbenkunst und Foodfotographie mit simplen vegetarischen Rezepten.

4 von 5 Sternen.

 

Bountiful: Recipes Inspired by Our Garden – Diane Cu & Todd Porter,

Vorwiegend einfache saisonale Rezepte, die Lust auf frische Zutaten machen. Untermalt mit wunderbaren Fotos, ist es ein Kochbuch für leichte frische Rezepte durch das man auch einfach gerne blättert und die Fotos anschaut. Auch bereits in den Kochbuchempfehlungen 2014 von mir empfohlen worden.

4 von 5 Sternen.

 

Vegetarisch vom Feinsten – Bettina Matthaei,  Gräfe und Unzer

So ein tolles vegetarisches Kochbuch! In den Kochbuchempfehlungen 2014 habe ich ebenfalls schon darüber geschrieben. Ganz feine Rezepte! Eher aufwendig, aber dafür ganz besonders, wenn auch nicht mit ausgefallenen Zutaten. Sollte in keinem Haushalt fehlen, der gerne vegetarisch kocht!

5 von 5 Sternen.

 

Restlos!: Clever kochen mit Resten – Hildegard Möller*, Kosmos

Über Restlos habe ich 2014 schon ausführlicher berichtet. Ein Buch, das einen guten Ansatz hat jedoch in der Umsetzung etwas schwächelt. Zur ausführlichen Rezension geht es hier entlang.

Das Buch bekam von mir 3,5 von 5 Sternen.

 

Selbst gemacht & mitgebracht – Regine Stroner*, Kosmos

Auch dieses Buch konnte mich nicht überzeugen. Die Rezepte haben nicht richtig funktioniert und für mich war alles schon mal da. Wer noch kein Buch aus der Ecke „Geschenke aus der Küche“ hat, wird mit diesem Buch gut fahren. Es gibt aber bessere. Hier könnt ihr die ausführliche Rezension von letztem Jahr nachlesen.

Ich habe für dieses Buch 3 von 5 Sternen vergeben.

 

Grillgenuss für jede Jahreszeit – Matthias F. Mangold, Kosmos

Ein neuer Grill zog letzten Sommer ein und damit auch ein paar Grillbücher. Dieses hier erst zum Ende der Saison, daher habe ich bisher erst den Bulgursalat daraus gekocht. Dieser war wirklich lecker! Das Buch enthält noch viele andere spannende Rezepte für jede Jahreszeit und ich freue mich schon auf die Grillsaison!

Wer gerne mal was neues ausprobieren möchte findet in diesem Buch viele Inspirationen was auf dem Grill alles möglich ist (Pfannkuchen, Pizza, Kuchen!).

5 von 5 Sternen.

 

Weber’s Veggie – Jamie Purviance, Gräfe und Unzer

Das Buch überzeugt mich nicht so ganz. Die Rezepte sind größtenteils recht aufwendig und beinhalten meist ein oder zwei Zubereitungsschritte die man auf dem Grill erledigen kann. Jedoch nicht alles. Man muss also zwischen Küche und Grill pendeln. Manchmal finde ich die aufgenommenen Rezepte für ein Grillbuch richtig albern, z.B. Suppe. Man kann sich natürlich immer einen Schritt aus den Fingern saugen den man auf einem Grill machen kann. Aber man kann es auch lassen. Die Rezeptideen sind ok.

Ich habe den Couscoussalat mit Oliven und Kräuterdressing und den griechischen Nudelsalat mit Kichererbsen, gegrillter Paprika und Fetacreme  gemacht und beides war sehr lecker. Irritierend finde ich, dass die Mengenangaben bei jedem Rezept stark variieren. Für 4 Personen, 4-6, 8-10!, was soll das? Hochrechnen kann ich selbst, aber anscheinend wollten sie sich das runterrechnen bei manchen Rezepten sparen.

Optisch gefällt mir das Buch gar nicht. Ich finde es hat eine billige Optik, ist unübersichtlich, enthält zu wenig Fotos und die enthaltenen sind altbacken. Von GU erwarte ich etwas anderes!

Ich hatte gehofft ein solides vegetarisches Grillbuch gefunden zu haben, aber es entpuppte sich als Enttäuschung. Zum Glück habe ich das Buch zum halben Preis gekauft, sonst hätte ich mich wohl geärgert.

Das Buch bekommt von mir 2,5 von 5 Sternen. Die nachgekochten Salate waren lecker, aber das Buch animiert leider überhaupt nicht zum nachkochen! Auch die enthaltenen Rezeptideen sind nicht gerade innovativ. Schade!

 

Weber’s Burger – Jamie Purviance, Gräfe und Unzer

Nach dem ich das Layout schon von Weber’s Veggies kannte, konnte mich Weber’s Burger nicht mehr schocken. Das Layout ist natürlich das gleiche. Ich habe mich nochmals auf ein Buch dieser Serie eingelassen, weil das Feld mit Burgern etwas eingegrenzt ist und ich es nett finde ein bisschen Inspiration zu haben. Das Buch habe ich erst nach der Grillsaison gekauft und daher habe ich daraus bisher nichts gekocht.

Mir gefällt, dass das Buch in die Kapitel Rind, Lamm, Schwein, Geflügel, Seafood und Vegetarisch eingeteilt ist. Gerade die Nicht-Rind-Burger klingen interessant. Am Ende finden sich auch noch ein paar Beilagenrezepte. Was mir fehlt ist ein Rezept für Burgerbrötchen, die man dann auch noch variieren kann, ebenso wie Rezepte für die Saucen, wie z.B. Ketchup und Mayo. Das ist doch nicht so schwierig! Warum soll ich mir die Mühe für ganz tolle Burger machen und kaufe dann miese Fertigprodukte dazu?

Optisch gefällt mir das Buch auch nicht. Wie Weber’s Veggie hat eine billige Optik, ist unübersichtlich, enthält zu wenig Fotos und die enthaltenen sind altbacken. Von GU erwarte ich etwas anderes!

Es bekommt 3 von 5 Sternen, da die Rezepte mich mehr ansprechen und als Inspiration sicher dienlich sind. Als Burgerbasisbuch finde ich es nicht geeignet, da Basics wie Burgerbrötchen fehlen.

 

Burger!: Hotdogs und Bagels – Valery Drouet & Pierre-Louis Viel *, ullman Verlag

Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht für sich einnehmen. Es fängt gut an, Burgerbrötchen und Saucen werden selbstgemacht. Leider steht bei den 2 Brötchenrezepten nur Hefe (und zwar einmal 8 und einmal 25 g bei ähnlicher Mehlmenge) und nicht welche (frisch oder trocken). Das ist sehr verwirrend und kann zu falschen Ergebnissen führen, vor allem da die Gare auch sehr kurz gehalten ist.

Die Burger sind ganz nett, aber nichts spektakuläres, die obligatorische Schmelzkäse-Cheddarscheibe finde ich abschreckend. Ich hatte mich besonders auf die Bagel gefreut. Ich bin nämlich ein großer Bagelfan! Tja, leider gibt es weder ein Rezept für die Bagel noch für die Hot-Dog-Brötchen. Hot-Dog-Brötchen kann man zwar kaufen, sind ja aber wohl total eklig. Bagel bekomme ich vielleicht in ein paar Cafès in der Großstadt, ansonsten sieht es da dunkel aus. Und für 0815-Belegvorschläge für ein paar Bagel brauche ich kein Buch!

Ich weiß noch nicht, ob ich mich im Sommer dazu aufraffen kann die Hürde zu überwinden und den ein oder anderen Burger auszuprobieren.

Es gibt 2 von 5 Sternen. Mehr gewollt, als gekonnt.

 

Süßigkeiten selbst gemacht – Petra Casparek, Kerstin Speer, Gräfe und Unzer*

Dieses Buch möchte ich auch noch einer genauen Prüfung unterziehen. Eigentlich wollte ich schon einige hübsche Sachen aus diesem Buch nachmachen, bisher hat es aber zeitlich nicht hingehauen (oder ich hatte die passenden Zutaten nicht).

Auf jeden Fall liefert das kleine Buch eine schöne Auswahl verschiedener Rezepte der Zuckerwerkstatt. Es sollte einem klar sein, dass man dafür eine gewisse Ausstattung und Zutaten benötigt! Zuckerthermometer, Weinsteinsäure, Glukosesirup usw. usf. sind bei einigen Rezepten von Nöten. Wer darüber verfügt oder sich nich abschrecken lässt diese zusätzlichen Ausgaben zu machen für den ist es ein wirklich gutes Allroundbuch,  das einem Rezepte für Bonbons, Lollis, Marshmallows, Schokoladentafeln, Pralinen und mehr an die Hand gibt!

Da ich bisher keine Rezepte nachgekocht habe, kann ich das Buch nicht wirklich umfassend bewerten. Von allem anderen ausgehend kann ich aber schon mal 4 von 5 Punkten vergeben.

 

The Wild Table: Seasonal Foraged Food and Recipes – Connie Green and Sarah Scott

Auf Grund meine neuer Leidenschaft „wilde Lebensmittel“ habe ich mir dieses Buch gebraucht gekauft. Es ist nach Jahreszeiten geordnet und beinhaltet viele Rezepte mit Pilzen, aber auch anderes tolles Grünzeug (und Beeren etc.). Die Rezepte klingen interessant und innovativ ohne abgehoben zu sein. Da meine Leidenschaft noch sehr jung ist und ich und Pilzesammeln bisher zwei Unbekannte sind, habe ich bisher noch nichts nachgekocht.

Das Buch bringt auch weitere Informationen zum jeweiligen wilden Lebensmittel mit, wie z.B. mögliche Standorte und was man wie verwenden kann. Ein schönes und interessantes Buch, dem ich mich hoffentlich dieses Jahr näher annehmen kann.

Da ich bisher keine Rezepte nachgekocht habe, kann ich das Buch nicht wirklich umfassend bewerten. Von allem anderen ausgehend kann ich aber schon mal 4 von 5 Punkten vergeben.

 

Neben dieser Liste habe ich noch ein paar neue Bücher über Eiscreme bekommen. Da es aber teilweise schon zu spät im Jahr war für Eiscreme (ich bin im Winter einfach kein Eisesser, ist mir viel zu kalt) verschiebe ich diese Vorstellung auf den Frühling/Sommer. Da bekommt ihr dann die geballte Ladung Eiscremebücher in einem Post!

Ganz zum Ende diesen Jahres sind noch ein paar ganz tolle vielversprechende Bücher bei mir eingezogen. Hier kann ich mir aber noch gar kein Urteil erlauben, daher dürft ihr Euch schon auf tolle Besprechungen in den nächsten Monaten freuen! Es wird um u.a. Wildkräuter, Donna Hay, vegetarische Küche, und um’s Selbermachen gehen!

 

* als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen

Categories: Kochbuchempfehlungen
                        

5 Responses so far.

  1. Ein sehr toller Rückblick – kurz und knackig, übersichtlich mit den wichtigsten Infos. Super! Vielen Dank dafür. 🙂

  2. Sabine sagt:

    Wow, unglaublich, was Du Dir hier für eine Mühe gemacht hast. Der Stapel ist ja ganz schön beeindruckend. Danke für die ehrlichen Bewertungen!

  3. Ylva sagt:

    Eine schöne Zusammenfassung, liebe Lena!
    Vielen Dank! 🙂
    Herzliche Grüße,
    Ylva

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