Dienstag, 22. Juli 2014

Es ist Zeit für einen kleinen Guide für Berlin! Zweimal war ich im letzten halben Jahr dort und habe mich durch die halbe Stadt gefuttert! Ok, ich geb’s zu ich habe ein paar einschlägige Viertel und mein Lieblingsviertel ist Prenzlauer Berg. Aber es gibt auch schöne Teile von Kreuzberg und dort habe ich sehr viele Essensziele. Meine Liste ist endlos und wird immer länger, daher bleiben zukünftige Besuche unvermeidlich.

Seit ich in der Kleinstadt mit wenig Nähe zur Großstadt wohne, habe ich große Sehnsucht zur Großstadt und das muss ja irgendwie kompensiert werden. Und ein Berlintrip ist dann eben gleich das ultimative Kontrastprogramm!

Natürlich gibt es die Standard To-See-Plätze, wenn man noch nie in Berlin war, darauf möchte ich hier aber nicht eingehen. Jeder Reiseführer hilft da weiter. Ich zeige Euch hier meine Lieblingsläden und wo man wunderbar essen gehen kann. Außerdem gibt es natürlich auch tolle Lebensmittelläden und bei einer sehr großen Auswahl an Museen und Führungen erzähle ich Euch auch noch was für mich besonders sehenswert ist. Und nach den nächsten Besuchen, werde ich meine Erfahrungen natürlich wieder mit Euch teilen und diese Serie fortsetzen!

Allein schon kulinarisch gesehen muss man nach Berlin! Ich könnte ständig nur essen dort, da es so eine tolle Vielfalt gibt!

 

Kreuzberg:

Kimchi Princess: Skalitzer Str. 36

Hier gibt es tolles koreanisches Essen in stylisher Atmosphäre! In der Nähe (Oranienstr. 16) gibt es den koreanischen Imbiss Angry Chicken, das auch zu Kimchi Princess gehört. Dort gibt es frittiertes koreanisches Hühnchen mit speziellen koreanischen Saucen. Ich war noch nicht dort, es steht aber auf meiner Liste ganz oben!

Streetfood Thursday in der Markthalle Neun: Eisenbahnstr. 42 (in der Pücklerstraße ist auch ein Eingang)

Jeden Donnerstag gibt es in der tollen Markthalle Neun den Streetfood Thursday. Viele kleine Stände verkaufen köstliche Kleinigkeiten aus aller Welt! Meistens zahlt man für so eine Kleinigekeit 5 Euro. Unbedingt das Pulled Pork Sandwich probieren, das kam auch bei uns am besten an! Auch sehr interessant ist der Stand an dem ein asiatischer Herr ganz lange Nudeln selbst macht, die dann kurz gegart werden und die in eine Suppe kommen (ich kann mich leider nicht mehr erinnern wie die Suppe hieß, noch welcher Nationalität die Speisen waren). Auf jeden Fall kann man ihm beim Nudeln herstellen zuschauen!Von Mogg & Melzer gibt es hier die berühmten Reuben und Pastrami Sandwiches zu verkosten. Im Originalladen in Mitte war ich noch nicht, aber das steht auch noch auf dem Plan! Wir probierten das Reuben Sandwich, aber da darin Sauerkraut enthalten ist hat mich das nicht begeistert, nächstes Mal gibt es das Pastrami Sandwich. Zum Nachtisch hab ich mir ein (etwas überteuertes) Eiscreme-Sandwich gegönnt, das aber sehr lecker war! Nächstes Mal möchte ich aber die mexikanischen Paletas probieren!

Freitag und Samstag ist hier Markt und auch das lohnt sich, wenn man gerne Produkte aus der Region kauft!

Hier werde ich nach Möglichkeit noch häufiger herkommen, denn das Angebot ist phänomenal und es gibt noch soo viel auszuprobieren. Es ist am Besten man geht zu Mehreren, dann kann man sich viele Sachen teilen und kann daher mehr ausprobieren. Außerdem können ein paar einen Platz suchen und bewachen und die anderen holen etwas zu Essen, den Sitzplätze sind leider Mangelware.

A.Horn: Carl-Herz-Ufer 9

Café A.horn Berlin Kreuzberg

Das Café A.Horn ist ein wunderbares Kaffee, das auf der schönen Kreuzbergseite direkt am Landwehrkanal liegt. Unter einem riesigen Ahornbaum kann man auch draußen sitzen. Es gibt dort sehr leckere Bagels und kleine Frühstückssachen. Das Café ist wunderschön eingerichtet (so ein Mix aus alt, modern, einfach nett) und gemütlich, man trifft hier alle Altersklassen und Typen. Außerdem kann man durch ein großes Fenster in den angrenzenden Fahrradladen blicken. Schön! Das Personal war außerdem sehr nett!

Bols & Hansen Bio-Marmeladenmanufaktur: Obentrautstr. 64

Ein winziger Laden in Kreuzberg, der von 2 Frauen mit selbstgemachten Marmeladen in Bio-Qualiät versorgt wird. Hier findet man auch außergewöhnliche Sorten mit Feige oder Kürbis. Mein Tipp ist Birne-Thymian, sehr lecker!

Prinzessinnengarten: Prinzenstr. 35-38/Prinzessinnenstr. 15 (am Moritzplatz)

Prinzessinnengarten Berlin

Ein Urban Gardening Projekt miten in der Großstadt am vielbeleben Moritzplatz. Um so erstaunlicher ist es wie ruhig es im Prinzessinengarten ist. Neben dem interessanten Projekt an sich, gibt es hier einen integrierten Biergarten unter Bäumen, wo man auch eine Kleinigkeit essen kann. Ein Gericht ist immer aus selbstangebauten Zutaten!

Kreuzkölln (die Grenze von Kreuzberg zu Neukölln):

Katies Blue Cat: Friedelstr. 31

Dieses kleine Café in Kreuzkölln ist ein echtes Juwel! Dort gibt es erstens einen fabelhaften Chai Latte, wie ich ihn das letzte Mal in USA in Santa Barbara getrunken habe! Mit echtem, gutem Tee gemacht und nicht mit diesem furchtbaren Sirup. Und dann gibt es ganz wundervolle Pies und Cakes dort! Der New York Cheesecake ist perfekt und der Chocolate Peanutbutter Pie war eine Offenbarung! Sehr lecker war auch das Lemon Lavender Shortbread. Es geht dort sehr amerikanisch zu und man kann schon mal dumm aus der Wäsche gucken, wenn der Verkäufer dir nicht weiterhelfen kann, weil er das deutsche Wort nicht weiß, aber das Essen reißt das bei Weitem wieder raus! Ganz toll, ich werde wieder kommen!

Katies Blue Cat Berlin Kreuzkölln

Jean et Lili: Dieffenbachstr. 38

Dieser süße Laden ist voll mit wunderschönen Sachen! Es gibt hier Porzellan, Papeterie, Schmuck, Kleidung, Deko, etc. Es gibt auch eine “Männerecke”. Dicke Empfehlung!

Jean et Lili Berlin Kreuzkölln

Jean et Lili Berlin Kreuzkölln

Diese hübschen Geschirrtücher und dieses hammergeile Ledertäschen habe ich aus diesem Laden:

Jean et Lili Berlin Kreuzkölln

Friedrichshain-Kreuzberg:

Salut Backwaren: Schlesische Straße 1 (direkt am Schlesischen Tor)

Kleine türkische Bäckerei, die eine super Auswahl an leckeren Keksen hat, auch das Baklava ist sehr empfehlenswert. Muss ich immer vorbei! Es gibt auch nicht-türkische Bachwaren dort, wie Kuchen und Muffins und auch leckere herzhafte Sachen.

Freischwimmer: (eigentlich schon in Alt-Treptow, aber man kann von Friedrichshain grad über die Brücke hüpfen) Vor dem Schlessichen Tor 2a, an der Tankstelle geht’s durch ein “Tor” einen Weg lang

Direkt am Landwehrkanal sitzt es sich hier besonders schön! Ob innen oder außen die Atmosphäre ist bezaubernd. Gegessen habe ich hier nichts, daher kann ich dazu auch nichts sagen.

Prenzlauer Berg:

Café Anna Blume: Kollwitzstr. 83

Hier gibt es ein günstiges Frühstück, das auf Etageren serviert wird! Die Auswahl ist sehr groß, auch die Getränkauswahl. Am schönsten sitzt es sich draußen. Leider kann man nicht reservieren und so muss man Glück haben oder etwas früher aufstehen. Ab 10 Uhr wird es voller, kann aber je nach Wetter variieren. Bei uns war es kalt und nass, daher war drinnen sitzen angesagt und dort gibt es nicht so viele Plätze.

Zuckerfee: Greifenhagener Str. 15

Dieses Café ist ein wahrgewordenes Träumchen in Prenzlauer Berg. Man fällt von der S-Bahn Schönhauser Allee fast hinein (also für Berliner Verhältnisse) und dann sitzt man entweder draußen oder im Träumchen innen!  Dort bekommt man ein ganz tolles Frühstück, das wenn es groß genug ist auch auf einer Etagere daherkommt (allerdings ist die nicht so schön wie im Anna Blume). Die Preise sind gerade für das Frühstück nicht ganz billig, aber es lohnt sich und man gönnt sich ja sonst nichts ;). Es gibt im Zuckerfee auch ein paar Mittagsgerichte, falls ihr nicht mehr in Frühstückslaune seid, aber trotzdem in diesem wunderschönen Café sitzen wollt!

Café Zuckerfee Berlin Prenzlauer Berg

Café Zuckerfee Berlin Prenzlauer Berg

Eispatisserie Hokey Pokey: Stargarder Str. 73

Bestes Eis ever! Ich möchte jetzt nicht hören, dass das Eis dort sooo teuer ist! Ja die große “Kugel” kostet 1,40 Euro, aber das kostet sie in Berlin in ähnlichen Eisläden auch. Doch das Eis ist wirklich genial und die Sorten total ausgefallen, daher ist der Preis für mich vollkommen in Ordnung. Würde ich dort wohnen würde ich mir auch nicht jedes Mal zwei Kugeln reinziehen, damit ich möglichst viel probieren kann, sondern mir nur eine gönnen ;). 

Den Vergleich antreten mussten übrigens Fräulein Frost und die Eismanufaktur Berlin, aber keines konnte überzeugen. Fräulein Frost fand ich sogar enttäuschend, und das noch zum gleichen Preis wie Hokey Pokey. Die Eismanufaktur Berlin war etwas günstiger, das Eis war solide und gut, aber nichts besonderes.

Ting: Rykestr. 41

Mein Lieblingsladen! Klein, aber fein trifft es hier ganz gut, denn der Laden ist nicht groß verfügt aber über viele verschiedene Dinge und alles ist ganz zauberhaft schön! So gibt es hier Lampen, Kleidung, Kissen, Schmuck, Vasen, Keramik, Haarschmuck, Krimskrams, Papeterie und vieles mehr. Ich habe hier einiges gekauft und hätte noch mehr mitnehmen können! Ganz dicke Empfehlung!

Bei mussten mit: Haarspängchen, eine dezente schicke Kette, Schmuckkästchen mit Kupferstegen (Kupferliebe!) und diese Dip-Dye Dose!

Ting Berlin Prenzlauer Berg

Mittte Meer: Gotlandstr. 6

Ein spanischer Supermarkt mit allem was man so braucht. Ich gehe hier gerne hin um mal wieder meine de cecco Pastavorräte aufzufüllen, die ich hier auf dem Land nicht bekomme (und bei Mitte Meer ist sie auch günstigter). Es gibt hier auch allerlei Käse und Wurst/Schinken, sowie Olivenöle und Essig. Außerdem gibt es eine große Fischtheke (habe ich aber natürlich nicht ausprobiert). Die Weinauswahl ist sehr groß, hier sollte man aber schon etwas Fachwissen mitbringen. Die Dependance in Schöneberg (Kolonnenstr. 30) hat meiner Meinung nach eine größere Auswahl an frischem Obst und Gemüse und die Fischtheke ist auch größer. Dafür ist sie halt in Schöneberg ;).

Mitte:

Barcomis Deli: Sophienstr. 21, Sophie-Gips-Höfe (man muss durch einen Hausdurchgang in einen Hof gehen)

Barcomi’s Deli in Mitte ist ein angesagtes Cafè das der bekannten Bäckerin und Kochbuchautorin Cynthia Barcomi gehört. Obwohl es so angesagt ist und immer voll (man trifft hier tatsächlich vor allem Amerikaner), ist es einen Besuch wert! Denn die belegten Bagel, die Kuchen und Kekse sind einfach göttlich! Im Zweifelsfalle einfach was für unterwegs mitnehmen (oder macht eine Reservierung)!

District Mot: Rosenthaler Str. 62

Im District Mot gibt es Saigon Street Food und das dazugehörige Ambiente. Es gibt allerlei Auswahl an köstlich klingenden Speisen und vielen Kleinigkeiten. Man kann sich seine Sommerrollen selbst rollen und außerdem gibt es Froschschenkel, Hühnerfüße und frittierte Seidenraupen. Froschschenkel waren sehr lecker, Seidenraupen mehlig und ansonsten eher geschmacksarm (ich denke das ist den Seidenraupen geschuldet). An Hühnerfüße konnte ich mich noch nicht rantrauen. Das Ambiente ist tatsächlich sehr vietnamesisch, sprich, man sitzt auf kleinen Plastikhockern, auf dem winzigen Tisch stehen Plastikspender für die “Servietten” (=Klopapier). Außerdem ist es relativ laut. Nur der Gestank Saigons fehlt, zum Glück. Das Essen ist sehr interessant und lecker, das Ambiente ist streetfoodartig. Das muss man eben akzeptieren können. Ich bin kein Freund von Hockern beim Essen und ich hab gerne etwas Platz,  damit ich das Essen genießen kann. Trotzdem ist District Mot ein Erlebnis wert!

Cô Cô Bánh mì deli: Rosentaler Str. 2

Wie der Name schon sagt gibt es bei Cô Cô vietnamesische Bánh mìs, das sind französisch inspirierte Baguette-Sandwiches, belegt mit eingelegtem Gemüse und Fleisch/Tofu das vietnamesisch gewürzt wurde. Außerdem kann man Kräuter, Mayo, Leberpastete und diverse Saucen darauf finden. Also falls ihr zu satt für die große vietnamesische Sause seid, könnt ihr Euch hier einen Hauch von Vietnam holen. Essen kann man auch im Deli. Bánh mìs sind eine Erfahrung wert, auch wenn mir beim ersten Mal der “Wow”-Effekt gefehlt hat. Da muss ich wohl nochmal hin!

Langer Blomqvist: Reinhardtstr. 17

In dieser Buchhandlung gibt es Remittenden und Mängelexemplare zu einem guten Preis. Das Interessante aber ist die Kochbuchabteilung, hier kann man das ein oder andere gute Schnäppchen machen, denn Langer Blomqvist hat wirklich gute Kochbücher im Angebot und bekommt immer neue Bücher herein.

Charlottenburg:

Saigon Green: Kantstr. 23

Dieser Vietnamese in Charlottenburg in der Nähe vom Savignyplatz fällt von außen nicht ins Auge. Innen ist es ganz nett, aber nichts besonderes (aber sauber und modern). Das Besondere ist aber das Essen und auch die interessanten Eistees und Fruchtshakes. Es gibt recht günstige Tagesgerichte, doch man sollte hier zu den vietnamesischen Kleinigkeiten greifen. Die Kleinigkeiten lassen sich genau auf zwei Leute aufteilen, aber bei mehr Leuten kann man einfach mehr unterschiedliche Gerichte bestellen und dann eben mehr teilen ;). Das Essen ist sehr gut und gerade der grüne Papayasalat und der Lotusstängelsalat sind sehr authentisch und daher auch etwas scharf. Sehr lecker!

Tempelhof:

Tempelhofer Flughafen:

Flughafen Tempelhof Berlin

Eine umfassende Führung über den “Mythos Tempfelhof” kann ich sehr empfehlen. Es ist unheimlich spannend durch einen leerstehenden Flughafen zu laufen. Außerdem kann man natürlich Räumlichkeiten besichtigen, die man sonst nie gesehen hätte, da der Tempelhofer Flughafen eine lange Geschichte hat. So sieht man Bunker aus dem 2. Weltkrieg und Sportzimmer der Amerikaner, die sich dort nach dem 2. Weltkrieg niedergelassen hatten und dort die berühmte Luftbrücke betrieben. Die Führung dauert 2 Stunden und wird von fachkundigem Personal durchgeführt. Ganz toll und anschließend lohnt sich dann der Besuch es Tempelhofer Felds!

Auf dem Tempfelhofer Feld kann man sich übrigens auch ein Neuköllner Urban Gardening Projekt anschauen!

 

                        

4 Responses so far.

  1. Theresa sagt:

    wow, liebe Lena, da hast du ja eine stolze Sammlung zusammengetragen – und auch für mich als “Alten Berliner Hasen” gibt es noch ein paar neue Orte zu entdecken! Merci beaucoup! Melde dich gerne, wenn du das nächste Mal in der Stadt bist! Ich würde mich sehr freuen, dich in einem der schönen Cafés mal persönlich kennenzulernen. Liebe Grüße! Theresa

  2. Dani sagt:

    Hach Berlin, da erinnerst mich an was! Wir waren ja im Mai und ich wollte eigentlich auch noch ne Zusammenfassung schreiben, aber wo rennt die Zeit nur hin… wir waren auch auf dem Streetfood Thursday (mit pulled pork Sandwich, das dem Liebsten SEHR geschmeckt hat ;) ) und hatten ein Apartment in Prenzlauer Berg, so schön!
    Müssen definitiv auch nochmal zurück.
    Liebe Grüße!
    Dani

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