Sonntag, 22. Mai 2016

Ich habe den Film Plastic Planet gesehen. Habt ihr ihn schon gesehen (ist ja nicht mehr der jüngste)? Auch wenn ich nicht der Plastikhorder bin, hat es mich doch nochmal aufgeweckt. Und es hat glücklicherweise nicht nur mich verändert. Wie viel einfaches es ist, wenn der Partner merkt, dass Plastik schlecht ist ;).

Was ist eigentlich an Kunststoffen so schlecht, werden sich jetzt viele von euch fragen?

  • Partikel von Kunststoffen nimmt jeder von uns jeden Tag auf. Über die Haut, über die Schleimhäute und über die Nahrung.
  • Kunststoffe verändern den Hormonhaushalt und führen zu Unfruchtbarkeit (ein winziger Ausschnitt an Studien: 1, 2).
  • Kunststoffe brauchen 450 Jahre bis sie sich abgebaut haben. Allein die Müllberge die Windeln verursachen muss man sich mal vorstellen!
  • Recycelt wird Plastik nur in Teilen: 2013 zu 42%, 57% wurden einfach verbrannt (Deutschland, Quelle). Nachhaltig ist anders. In Amerika werden nur 25% recycelt, 31% in England. Nun stellt euch mal das Ergebnis in Ländern vor, die sich noch weniger für Recycling oder gar nicht dafür einsetzen!
  • Laut Umweltbundesamt befinden sich zwisch 100 und 142 Millionen Tonnen Müll im Meer, 75 – 80% davon ist Plastikmüll.
  • Mikroplastik ist so klein, dass es Meerestiere mit Plankton verwechseln: Bei der Zersetzung können Kunststoffe giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe, wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter, in die Meeresumwelt oder den Organismus, der sie aufnimmt, abgeben. Weiterhin können sich biologisch schwer abbaubare organische Schadstoffe (POPs – zum Beispiel Pestizide, wie DDT oder polychloriertes Biphenyl (PCB)), aus dem umgebenden Wasser in hoher Konzentration an Mikroplastikpartikel binden und über die Meeresfauna, die die Kunststoffe als Nahrung aufnimmt, in die Nahrungskette gelangen. Zusatz- und Schadstoffe können sich mit potenziell krebserregender und erbgutverändernder Wirkung und sonstigen Auswirkungen im Körpergewebe anreichern (Quelle).
    In diesem Zuge möchte ich euch auch das tolle Projekt the ocean cleanup vorstellen!

Noch mehr Einblicke bietet euch der Film Plastic Planet, den ich euch sehr ans Herz legen kann:

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung könnt ihr euch den Film übrigens kostenlos in voller Länge anschauen!

Zwar waren wir noch nie Freunde von Plastik, da es uns einfach optisch und haptisch nicht so gefällt und Holz und Keramik einfach schöner sind. Aber es schleichen sich viele kleine Dinge in den Haushalt auf die man besser verzichtet und auch einfach verzichten kann. Und was ist mit Lebensmitteln?

In Zukunft möchte ich euch neue Denkanstöße geben, mit euch teilen was mir durch den Kopf geht zu diesem Thema und was meine Probleme sind. Seid ihr dabei?

Wer sich in dieses Thema einlesen möchte dem lege ich das Buch Plastikfreie Zone: Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben* von Sandra Krautwaschl ans Herz, aber auch Alles öko!: Ein Jahr im Selbstversuch* by Colin Beavan (der Titel ist etwas bescheuert). Diese Bücher bringen einem zum Nachdenken und zum Reflektieren.

Sehr interessant ist auch diese kurze Doku über eine Familie die 4 Wochen ohne Plastik leben wird. Das Blut der Familienmitglieder wird vorher und nachher auf Schadstoffe untersucht. Alarmierend!

Selbst wenn jeder von uns seine Gewohnheiten nur ein wenig verändert, würden wir in Summe viel verändern. Denkt mal drüber nach!

Investiert die 1,5 Stunden in den Film, es lohnt sich!

Categories: plastikfrei, Slider, unverpackt
                        

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