Donnerstag, 14. April 2016

Fette und Öle klingt ja nicht so attraktiv. Aber ohne Fett ist man geschmacklich limitiert. Und für einige Vitamine ist Fett wichtig, damit der Körper sie überhaupt aufnehmen kann.

Egal um welches Fett es sich handelt, alle sollten möglichst dunkel und aromageschützt gelagert werden. Butter ist in einer Butterdose gut aufgehoben, da sie gerne die Gerüche aus der Umgebung aufnimmt. Durch Licht oxidiert Öl und Fett und wird ranzig. Daher sind Braunglasflaschen optimal.

Fette und Öle

 

Butterschmalz

Meine Number One, ohne geht gar nicht! Ich bin DIE Verfechterin des Butterschmalzes! Schon meine Oma sagte immer zu mir „nimm immer Butterschmalz, nur so wird es richtig gut!“ und recht hatte sie!

Ich mache mein Butterschmalz regelmäßig aus Bio-Butter selbst. Das geht wirklich wirklich einfach! Butterschmalz hat den Vorteil, dass es kein Wasser mehr enthält (ok, eine winzig kleine Menge) und somit nicht bei hohen Temperaturen verbrennt wie z.B. Butter. Dafür hat es aber immer noch den wahnsinnig guten Geschmack von Butter! Und Butter ist natürlich gesund, es ist schließlich ein völlig natürliches Produkt, das ohne jegliche (künstliche)  Zusatzstoffe auskommt im Gegensatz zu Margarine, industrielles Pflanzenfett und Co.

 

Butter

kommt auf’s Brot und sonst nix. Ich mag Kerrygold und ich würde gerne lieber lokale Molkereien unterstützen. Leider gibt es hier kein vergleichbares Produkt und da Kerrygold sonst nicht böse ist, kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren.

 

Sonnenblumenöl

Ein gutes Sonnenblumenöl sollte in keiner Küche fehlen! Was ich nicht empfehlen kann ist eins aus Bio-Produktion, außer man steht auf den penetranten Geschmack von Sonnenblumenkernen (z.B. von dennree oder Rapunzel). Für mich sollte ein Sonnenblumenöl neutral sein und nach Möglichkeit aus der Region. Das beste ist für mich das von der Ölmühle Ditzingen. Das gibt es auch in bio, welches auch neutral und gut ist.

Sonnenblumenöl lässt sich hocherhitzen und ist somit zum Braten ideal. Außerdem bevorzuge ich es für selbstgemachte Mayonnaise (oder Erdnussöl).

Erdnussöl

Ebenfalls ein tolles geschmacksneutrales hocherhitzbares Öl, das sehr häufig in der asiatischen Küche verwendet wird. Kann anstatt von Sonnblumenöl verwendet werden. Auch hier bevorzuge ich das Erdnussöl von der Ölmühle Ditzingen.

Rapsöl

Rapsöl sollte ebenfalls geschmacksneutral sein. Meistens hat es eine gelbe Farbe. Es sollte nicht nach Raps schmecken, dann ist es für mich nämlich nicht genießbar. Es eignet sich perfekt für Dressings, Pestos, aber auch zum Braten oder Backen. Die Ölmühle Ditzingen hat hier wieder ein sehr gutes Öl ;).

Olivenöl, nativ extra

Kaltgepresstes Olivenöl sollte nicht zum Braten verwendet werden, weil es sonst verbrennt! Dieses kann aber wunderbar für Dressings oder Pestos verwendet werden. Ich nehme Olivenöl nur zum Braten, wenn es um mediterrane Gerichte geht und es dazu passt. Zum Braten gibt es extra Olivenöl, das auch dafür geeignet ist.

Man sollte darauf achten, dass es nativ extra ist oder extra vergine. Ob es etwas bitter oder fruchtiger ist, ist geschmackssache.

Angesichts der Tatsache, dass Italien mehr Olivenöl verbraucht, als es produziert und zusätzlich noch Öl exportiert, sollte man sich immer fragen was man da (für meistens kleines Geld) verwendet. Es macht deshalb sehr viel Sinn direkt vom Erzeuger oder über eine Kooperative zu kaufen, z.B. von Artefakten.

Haselnussöl

Soo lecker für Salatdressing! Ein gutes Haselnussöl schmeckt ordentlich nach Haselnuss, ein Traum! Ich bevorzuge dieses Haselnussöl. Es hält sich lange (sinnvoll: die licht- und luftdichte Verpackung in der Dose)  und hat einen tollen Geschmack!

Pistazienöl

Ebenso wunderbar wie das Haselnussöl! Auch das Pistazienöl habe ich von der gleichen Marke bezogen und bin sehr zufrieden damit.

Kokosöl

Kokosöl ist so wunderbar, da es bei Körpertemperatur schmilzt und bei unter  20° C fest ist. Es eignet sich zum Braten für asiatische Gerichte, aber auch zum Backen. Eine Haarkur für die Spitzen kann ich auch nur empfehlen, ein wahres Wundermittel! Dabei riecht und schmeckt es auch noch herrlich nach Kokos!
Ich habe Kokosöl von Manako via Amazon bestellt und bin sehr zufrieden. Achtet darauf ein biologisches Kokosöl zu kaufen, auch faires Kokosöl ist bereits erhältlich (z.B. über die Kokosnuss-Kampagne)! Inzwischen gibt es aber eine wesentlich größere Auswahl als ich es gekauft habe und man bekommt es jetzt bereits in jedem Bio-Laden.
Wer es lieber geschmacksneutral möchte findet z.B. von Dr. Goerg auch Bio-Kokosfett, das alles mitmacht, auch frittieren und dabei kein Kokosaroma besitzt!

Arganöl

Das Gold unter den Ölen ist etwas ganz besonders feines und gesundes! 100 ml kosten etwa 10 Euro und das ist auch gerechtfertigt. Dieses Produkt lässt sich nicht in Massen herstellen. Warum auch? Sonst schätzt man das besondere ja nicht mehr. Arganöl ist dann besonders gut, wenn man es noch herausschmeckt. Ein paar Tröpfchen auf Tomate-Mozzarella z.B. oder auch auf’s Frühstücksei… Es schmeckt übrigens wunderbar nussig. Auch der Haut kann man mit Arganöl etwas Gutes tun.
Ich beziehe mein Bio-Arganöl von der Hansa-Apotheke in Leipzig, die es direkt von der Frauen-Kooperative El Kheir in Marokko beziehen.

Sesamöl, geröstet

Ich liebe Sesamöl aus geröstetem Sesam! Ich habe es durch die asiatische Küche kennengelernt, benutze es aber inzwischen gerne auch für andere Küchen! Es schmeckt genau wie gerösteter Sesam, aber ohne die lästigen Samen zwischen den Zähnen. Ich habe das Sesamöl von Bio Planét, weil ich kein anderes fand und bin zufrieden. Mein konventionelles davor fand ich aber auch sehr gut.
Übrigens: Normales Sesamöl ist aus nicht geröstetem Sesam und schmeckt deshalb komplett neutral. Es kann genauso wie Erdnuss- oder Sonnenblumenöl zum Braten verwendet werden.

Categories: Öl, Slider, Vorrat
                        

3 Responses so far.

  1. cookingdaddy sagt:

    Hallo,

    eine tolle Zusammenfassung. Eine Frage hätte ich da noch. Vielleicht kannst du sie mir beantworten. Ich habe neulich etwas frische Minze, zusammen mit Olivenöl püriert und danach in der Originalflasche im Kühlschrank gelagert. Nach wenigen Tagen war das Öl verschimmelt 🙁

    Hast du da eine Idee wie ich es länger haltbar bekomme oder was schiefgelaufen sein könnte?

    Gruß, cookingdaddy

    • Coconut & Vanilla sagt:

      Hallo cookingdaddy,

      die Kräuter müssen auf jeden Fall völlig trocken sein, durch Wasser wird Schimmelbildung begünstigt.
      Außerdem sollten die Kräuter vollständig von Öl bedeckt sein, denn dort wo sie mit Luft in der Verbindung kommen, kann sich Schimmel bilden. Natürlich ist das nicht so einfach, wenn man die Kräuter püriert. Daher würde ich dazu raten nur ganze Blätter/Stengel in Öl einzulegen. Püriertes Krätueröl würde ich nur zum Sofortgebrauch in kleinen Mengen herstellen.
      Außerdem sollten man immer darauf achten, dass man sauber arbeitet und sterile Gerätschaften und Gläser/Verschlüsse benutzt.

      Ich hoffe das hilft die etwas weiter. Ich wünsche dir viel Erfolg!

      Grüße
      Lena

  2. Christina sagt:

    Danke für die tolle Zusammenfassung! 🙂

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