Sonntag, 25. Oktober 2015

Schon lange wollte ich euch meine „kitchen essentials“ vorstellen. Also Lebensmittel die ich standardmäßig auf Vorrat habe. Dabei meine ich nicht einfach nur Salz. Nein, ich möchte ich verraten welches Salz ich kaufe und im besten Falle auch warum.

Da ich nicht alles in einen Post zusammenfassen möchte, da das ausufern würde, habe ich mich entschlossen eine neue Themenreihe ins Leben zu rufen!

Heute geht es los mit dem Thema Würzen! Das ist natürlich ein sehr umfassender Bereich und in diesem Fall beziehe ich mich auf alles was mit dem Würzen auf dem Herd und dem Tisch zu tun hat. Ich gehe nicht auf die Fülle meines Gewürzschrankes ein. Hier geht es darum die Basics zu verraten wie man ein Gericht runder macht und Geschmack ran bringt abseits von Salz und Pfeffer.

Gewürze sind doch sehr subjektiv und mein Gewürzschrank ist sicherlich nicht repräsentativ. Ich habe selbst Gewürze gekauft, die ich bisher nicht verwendet habe. Aber sicher ist sicher, ich könnte sie ja bald brauchen ;).

Mein Vorratsschrank Teil1: Würzen (Salze, Wein, Fond, Pfeffer, Würzpasten, Senf) - My pantry part 1: seasoning by Coconut & Vanilla

Meersalz

Ich kaufe ausschließlich Meersalz ohne jegliche Zusatzstoffe. Ich empfehle es industrielles Salz zu vermeiden, da kein Mensch (und kein Salz) Rieselhilfen, Fluor und Jod benötigt. Es ist nicht so, dass ich das Jod im Salz nicht vielleicht gebrauchen könnte, der nächste Gast möchte es aber lieber aus gesundheitlichen Gründen vermeiden und schon hat man das Dilemma. Menschen die von der Jodzugabe im Salz profitieren würden, nehmen sowieso zusätzlich Jod in Form von Tabletten. Ich sehe also keinen Sinn hier auch noch nachzuhelfen (ich kann das aus eigener Erfahrung sehr gut selbst beurteilen).

Salz ist für mich prinzipiell rein und kommt aus dem Meer. Vorzugsweise aus Europa, mann muss es ja nicht um die halbe Welt schiffen.

Ich bewahre immer genügend in einer großen Dose neben dem Herd auf. Das benutze ich für das Kochwasser und zum Salzen der Speisen während des Garens. Ich kaufe das Meersalz am liebsten von der Eigenmarke von Alnatura.

grobes Meersalz

Das benutze ich für die Salzmühle für den Tisch und wenn ich große Mengen benötige (z.B. für viele Liter Fond). Ich mag das Salz aus der Guerande, das grobe ist auch nicht teuer. Und ein Beutel hält sehr lange.

Fleur de Sel

Ich liebe Fleur de Sel und finde es sollte in keinem Haushalt fehlen.
Man muss allerdings schon ein Bewusstsein dafür haben. Es bringt niemandem was, wenn man diese kostbaren Salzblumen ins Nudelwasser wirft, ein zu sparsamer Umgang ist aber auch nicht von Nöten (die Dose muss keine 10 Jahre halten).
Fleur de Sel (oder Fior de Sal oder ähnliche Namen, je nach Ursprungsland) sind die Salzblumen die sich auf dem Salz bilden und die von Hand geerntet werden. Daraus resultiert auch der höhere Preis.

Fleur de Sel hat ein viel feineres Aroma. Ich verwende es gerne auf Gemüsesalaten, Broten/Tartines und zum abschließenden Verfeinern von Gerichten.
Ich verwende gerne das bekannte Fleur de Sel aus Mallorca, das resultiert aber auch daraus, das ich es immer geschenkt bekommen habe. Es gibt auch gute günstigere, einfach mal ausprobieren!

Geräuchertes Meersalz

Fleur de Sel gibt es auch geräuchert (smoked sea salt, z.B. von cornish sea salt) und das ist auch etwas ganz Feines! Gerade für Vegetarier ist es perfekt, denn es bringt das Aroma von Geräuchterm (Speck!) auch in vegetarische Gerichte und rundet sie somit perfekt ab. Auch ganz toll auf Eiergerichte! Ich habe auch noch grobes geräuchertes Salz (vom Wurzelsepp), das lässt sich in etwas größeren Mengen sehr gut verwenden.

Pyramidensalz

Ich habe kürzlich einige Salz von Falksalt gewonnen. Diese schwedische Firma stellt ausschließlich Pyramidensalze aus Zypern her. Dieses Salz entsteht auf natürliche Weise und es bilden sich größere pyramidenförmige Salzkristalle! Wunderschön! Dieses Salz gibt es auch in unterschiedlichen Sorten, neben Naturell, z.B. Chipotle, was ich sehr spannend finde (Chipotles sind geräucherte Jalapeño-Chilis). Das Salz ist sicherlich kein Muss und eher etwas für fortgeschrittene Salzliebhaber, trotzdem finde ich es erwähnenswert.

Butterbrotsalz

Ja, jetzt wird es speziell.
Das Butterbrotsalz von Miriam Eva Kebe Living ist bereits mit Kräutern (Zwiebeln, Majoran, Petersilie, Pfeffer, Thymian, Koriander, Lorbeer) versehen und ist das beste auf Eier! Und natürlich auf Butterbrot! Wer also gerne hartgekochte Eier (oder Eier auf Brot) und Butterbrot isst, der sollte sich dieses Gewürzsalz zulegen!

frischer Pfeffer

1. Finger weg von gemahlenem Pfeffer! Dieser verliert sein Aroma sehr schnell und schmeckt auch mehr als fragwürdig!

2. Nichts geht über selber mahlen!

Ich kaufe gerne den schwarzen Tellicherry-Pfeffer beim Gewürzdealer meines Vertrauens.
Ich dachte lange, dass jeglicher schwarzer Pfeffer gleich schmeckt. Im gewürzten Gericht merkt man den Unterschied dann auch nicht mehr. Auf einem Gemüsesalat (z.B. Tomate-Mozzarella) oder Brot ist der Unterschied aber wohl merkbar. Bei einer Rohverkostung habe ich festgestellt, dass der Tellicherry-Pfeffer feiner und fruchtiger ist.

Manchmal kaufe ich aber auch den Malabar-Pfeffer, wie mir gerade danach ist.

Ich habe außerdem noch langen Pfeffer, weißen Pfeffer, Szechuanpfeffer (kein Pfeffer) und rosa Beeren (auch kein Pfeffer!) daheim. Alles natürlich als ganze Körner. Jedoch verwende ich alle gleichmäßig selten.

Muskatnuss

Ich verwende nur frische Muskatnuss und habe dafür eine extra „Mühle*“, weil ich das Fingerkuppenaroma beim Reiben nicht so mag.

Wein

Ich habe immer eine Flasche Weißwein und Rotwein neben dem Herd stehen, dieser wird ausschließlich zum Kochen verwendet. Beide Sorten sollten trocken sein, denn man will ja nur Geschmack ans Essen bringen keine Süße. Gerade einen Schluck Weißwein verwende ich zum Ablöschen für Saucen sehr gerne. Hier verwende ich günstige (aber nicht billige) einheimische Sorten. Wer einen Winzer um’s Eck hat, wird vielleicht auch da schon fündig für 3 – 4 Euro pro Flasche. Ansonsten behelfe ich mich auch gerne mal bei Aldi.

Zitronensaft

Ein kleines Schlückchen Zitronensaft kann vielen Gerichten eine Dimension mehr geben, gerade wenn man meint, dass etwas fehlt.
Ich habe immer eine Flasche im Kühlschrank, da ich für einen Spritzer nicht immer eine ganze Zitrone anschneiden möchte.
Prinzipiell empfehle ich es bei Zitrussaft auf Bio-Ware zurückzugreifen. Die Früchte werden eben maschinell ausgedrückt und dabei gehen bei behandelten Früchten auch Wachs und Spritzmittel die sich auf der Schale befunden haben in den Saft über. Die Säure des Saftes ist dabei besonders hilfreich. Nachher hat man all das im Saft. Bei Früchten kaufe ich auch nur Bio-Ware, so dass ich auch immer die Schale verwenden kann. Denkt mal dran, wenn ihr Caipirinha selber macht (Keine Bio-Ware, Spritzmittel/ Wachs auf der Schale und ihr drückt darauf rum! Wohl bekommt’s!)

Tomatenmark

Für dunkle Saucen, Eintöpfe und alles was mit Tomaten gekocht wird unverzichtbar. Da die preisliche Differenz zu Bio eher gering ist, empfehle ich auch hier bio zu kaufen.

Harissa

Harissa habe ich immer da, da ich auch gerne orientalisch koche. Außerdem kann man damit eine angenehme Schärfe gut dosieren. Ich bevorzuge die Paste aus der Tube, die bekommt man in türkischen/orientalischen Geschäften.

Sambal Oelek

Aus dem gleichen Grund wie Harissa habe ich auch Sambal Oelek daheim. Ab und zu benötige ich es, wenn ich indonesische oder asiatische Gerichte koche.

Currypasten (grün, gelb, rot, Massamann, etc)

Ja, habe ich alle da ;). Ich koche gerne asiatisch bzw. thai und dafür sind sie unerlässlich. Ich habe diese typische Marke, die auch ohne seltsame Zusatzstoffe auskommt. Selbst ohne Aufbewahrung im Kühlschrank halten die Pasten ewig.

confierter Knoblauch

Unersetzlich für Vinaigrettes und alles was nicht mehr gegart wird. Der pentrante Knoblauchatem entfällt und trotzdem hat man ein schönes Knoblaucharoma.

Senf

Senf nehme ich hier mal mit auf, da man ihn ab und zu in Sauce verwendet und sehr häufig für Vinaigrettes.
Ich habe scharfen, mittelscharfen, süßen und Dijonsenf im Kühlschrank.
Nachdem ich mir die Zutatenliste von konventionellen Senfsorten angeschaut habe und ich erschrocken war was da alles drin ist, kaufe ich bevorzugt bio. Ich kaufe gerne die Produkte von Byodo oder auch Bio-Eigenmarken im Supermarkt. Wenn ich nicht so viel brauche, dann den Senf in der Tube. Was mehr weg geht im Glas.

Fonds und Brühen

Gemüse-, Hühner-, Rinder– und Wildfond mache ich selbst in 250 ml und 500 ml Gläser ein. Da ich kaum Fischgerichte mache und Fisch hier im Süden kaum ein Thema ist, habe ich den hier auch noch nicht vermisst.

*Werbung, Affiliatelink (sprich, wenn ihr über diesen Link etwas bei Amazon kauft verdiene ich dabei wieder eine kleine Provision, die ich in den Erhalt des Blogs stecke)

Categories: Slider, Vorrat
                        

5 Responses so far.

  1. Martina sagt:

    Ich habe auch immer das Fleur de Sel aus Mallorca da! Wir kaufen es immer direkt auf der Insel in einem kleinen süßen Laden oder direkt neben der Saline. In dem Salinen-Laden gibt es neben Salz auch wunderschöne Tücher, die so gar nix mit Kochen zu tun haben 🙂

    LG
    Martina

    • Coconut & Vanilla sagt:

      Aus dem gleichen Grund habe ich hier auch noch einen Mehrjahresvorrat an Fleur de Sel von Lanzarote ;).
      Und wunderschöne Tücher finde ich noch besser als Salz. Das Salz bekomme ich schließlich auch hier, besondere Tücher aber nicht überall :).
      Liebe Grüße

  2. Hast Du gewusst, dass Guérande die Partnerstadt von Dinkelsbühl – meiner Heimatstadt – ist? Ja, das Salz von dort ist ganz hervorragend und steht auch in unserer Küche.
    Sehr schöne Tipps fürs Würzen hast Du heute gegeben mit Deinem Einblick in Deinen Gewürzschrank. Früher wäre der wohl ein Vermögen wert gewesen, als Pfeffer & Co. noch fast wie Gold aufgewogen wurden und Nürnberg als Stadt der sog. Pfeffersäcke mit dem Handel damit reich geworden ist.
    Viele Grüße von Sieglinde.

  3. […] Nicht fad: Lena von „Coco­nut & Vanilla“ beginnt ihre Serie zu „kit­chen essen­ti­als“ im eige­nen Gewürz­schrank. Dort lagern nicht nur sechs ver­schie­dene Salz­sor­ten, son­dern auch aller­lei wei­tere Geschmacks­ge­ber, die sie in ihrem Bei­trag vor­stellt. Coco­nut & Vanilla […]

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