
Graham Cracker brauche ich immer dann, wenn ich Käsekuchen backe. Eigentlich Cheesecake. Denn deutschen Käsekuchen mag ich nicht. Das amerikanische Pendant ist um ein vielfaches leichter und wie ich finde auch leckerer. Das liegt auch am Boden, der besteht im Original meist aus Graham Cracker. Das wiederum sind keine Cracker, wie wir sie kennen, sondern ganz einfach Kekse, die man in USA überall kaufen kann. Hier natürlich nicht. War ja klar.
Ich habe nun schon oft Rezepte gesehen, in denen diese Graham Cracker einfach durch andere ersetzt werden. Ich habe es auch schon selbst ausprobiert, aber die Ergebnisse waren mehr als enttäuschend, vor allem wenn man weiß wie es schmecken kann! Butterkekse und Co sind einfach nicht für den perfekten Cheesecakeboden geeignet, nein es muss der Graham Cracker sein!
Deshalb backe ich schon seit längerem meine eigenen Graham Cracker und friere diese auf Vorrat ein. Sie halten sich sicherlich auch sehr lange in einer Blechdose, aber dann besteht die Gefahr, dass sie vor dem nächsten Cheesecake alle aufgefuttert wären. Denn wenn man nämlich keinen Cheesecake mag, kann man diese wunderbaren Kekse auch einfach Zwischendurch knabbern, sie sind nämlich unheimlich lecker!
Da meine Kekse optisch nicht viel hermachen müssen, rolle ich den Teig aus und rädele dann mit dem Teigrädchen rechteckige Kekse aus, die in etwa gleichgroß sind. So hat man auch keine Probleme mit Teigresten!
Und demnächst versorge ich Euch dann mit dem ultimativen Cheesecake Rezept, das wartet nämlich schon seit Herbst auf seinen großen Auftritt!

Vor zwei Jahren: Pasta mit Pilzen
Vor drei Jahren: Selbstgemachte Gemüsebouillonpaste
Außerdem: glutenfreie Graham Cracker
Graham Cracker
nach einem Rezept von Smitten Kitchen
ergibt 2-3 Bleche
Zutaten:
- 375 g Weizenmehl (wer mag kann problemlos 100-150 g durch Weizenvollkornmehl ersetzen)
- 175 g brauner Zucker
- 1 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 100 g kalte Butter, gewürfelt
- 115 g Honig
- 75 ml Vollmilch
- 2 EL Vanilleextrakt
- optional: Zimtzucker zum Bestreuen der ungebackenen Kekse (lasse ich immer weg, da ich meine hauptsächlich für Cheesecake benutze und der zusätzliche Zucker dafür unnötig ist)
Mehl, Zucker, Natron und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Butter dazugeben und in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer vermixen, bis sich die Butter verteilt hat und eine Konsistenz von grobem Sand erreicht ist.
In einer kleinen Schüssel Honig, Milch und Vanilleextrakt verrühren und zu den restlichen Zutaten geben. Alles verrühren. Der Teig ist eher klebrig. Den Teig zu einem Rechteck formen, mit etwas Mehl bestäuben und in Frischhaltefolie wickeln. 2 Stunden kalt stellen (oder über Nacht).
Den Ofen auf 160° C (Umluft) vorheizen.
Die Hälfte des Teigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 mm dick ausrollen. Mit einem Teigrädchen in gleichgroße Rechtecke schneiden (meine sind 3 x 4 cm groß). Wer mag kann sie auch mit Plätzchenausstechern ausstechen, aber mit dem Teigrad hat man keine Reste.
Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren. Die Rest verkneten und auch ausrädeln.
Auf Blechen mit Backpapier lege. Etwas Abstand lassen, die Kekse gehen noch etwas auf. Wer noch Zimtzucker auf den Keksen mag, bestreut sie jetzt damit.
15-20 Minuten backen.
Auf Kuchengitter transferieren und auskühlen lassen.
Die abgekühlten Kekse vakuumiere ich in einer großen Tüte und friere sie ein. So habe ich immer ausreichend Vorrat für Cheesecakes. Zum Knabbern einfach in Blechdosen aufbewahren.










Ich finde auch dass der Cheesecake-Boden nur mit Graham Crackers so richtig lecker ist. Zum Glück gibt es hier “in der Nähe” einen Laden, der die verkauft. Zum Selbermachen bin ich nämlich meistens zu faul ;)
Außerdem habe ich noch ein Trauma von den Letzten die ich selbst gebacken habe (das glutenfreie Rezept), die klebten ganz fürchterlich …